Susanne MELIOR

13.3.2018

Zweiklassen-Marketing gehört abgestraft

Neue Stelle gegen Lebensmittelbetrug und unlautere Vermarktung

Die Europäische Kommission hat am Dienstag, 13. März 2018, ein Wissenszentrum zur Förderung der Lebensmittelqualität und zum Kampf gegen Lebensmittelbetrug eröffnet. Damit reagiert sie auf Qualitätsunterschiede bei gleichen Produkten in verschiedenen Teilen der EU und betrügerische Praktiken in der Vergangenheit.

„Ich begrüße, dass die Europäische Kommission die Sorgen der Menschen ernst nimmt und gegen unterschiedliche Qualität bei scheinbar identischen Produkten sowie gegen Lebensmittelbetrug vorgehen will“, erklärt Susanne Melior, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. „Es kann nicht angehen, dass Verbraucher in bestimmten Teilen der EU mit minderwertigen Produkten abgespeist werden. Und auch wenn man im Urlaub Fischstäbchen kauft, erwartet man zurecht den gleichen Fischgehalt, den man zu Hause bekommt. Das Zweiklassen-Marketing, das manche Hersteller betreiben, gehört abgestraft. Auch Betrug bei Lebensmitteln wie im Falle von nicht-deklariertem Pferdefleisch in der vermeintlichen Rinder-Lasagne oder gefälschtem Honig dürfen wir nicht hinnehmen, sondern müssen wir entschieden bekämpfen. Hierzu ist das Wissenszentrum ein guter Ansatz“, so die SPD-Europaabgeordnete Susanne Melior.

Das Wissenszentrum für Lebensmittelqualität setzt sich aus Experten von innerhalb und außerhalb der Europäischen Kommission zusammen und wird Entscheidungsträger auf nationaler und EU-Ebene unterstützen, indem es wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verfügung stellt. Es ist der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU zugeordnet, die über jahrelange Erfahrung in der Lebensmittelforschung und bei der Aufdeckung von Betrugsfällen verfügt.

„Das Wissenszentrum wird hoffentlich dazu beitragen, die Transparenz auf dem Lebensmittelmarkt zu erhöhen, Betrugsfälle aufzudecken und unlauteren Vermarktungspraktiken den Garaus zu machen. So können wir die Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln erhöhen und verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen.“

Weitere Informationen: Büro Melior +32 28 45183 und Angelika Pentsi +32 473 930 060 (Pressesprecherin)