Petra KAMMEREVERT

24.1.2018

Mitgliedstaaten brauchen gemeinsame Bildungsziele

Erster Europäischer Bildungsgipfel in Brüssel

Nachdem die Europäische Kommission ambitionierte Pläne für die Schaffung eines europäischen Bildungsraums vorgelegt hat, sollen diese auf dem ersten Europäischen Bildungsgipfel am Donnerstag, 25.01.2018, konkretisiert werden. „Es ist höchste Zeit, dass die EU-Mitgliedstaaten gemeinsame, ehrgeizige und verbindliche Bildungsziele verabreden und das notwendige Geld in die Hand nehmen, um diese auch umzusetzen“, sagt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten Petra Kammerevert.

Die Kommission will unter anderem, dass Bildungsleistungen grenzüberschreitend einfacher anerkannt werden und Bildungsinstitutionen in Europa besser zusammenarbeiten. Angesichts der begrenzen Kompetenzen der Europäischen Union im Bereich der Bildungspolitik bedarf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Mitgliedstaaten, um dies zu erreichen, so Petra Kammerevert, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung: „Die Kommission sollte den Bildungsgipfel nutzen, um darzulegen, wie sie die Mitgliedstaaten von ihren Plänen überzeugen will - insbesondere wenn diese Geld investieren sollen.“

Das Bildungssystem brauche aber nicht nur strukturelle Reformen. Auch die Lehrmethoden und -inhalte müssten an die Lebenswirklichkeit angepasst werden, die mehr und mehr von digitalen Medien durchdrungen wird. „Digitale Kompetenzen sind heute eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und müssen daher noch besser gefördert werden, und zwar quer über alle Altersgruppen hinweg. Ziel muss es sein, allen Europäern die notwendigen Instrumente an die Hand zu geben, um sich selbst eine sichere Zukunft aufbauen und sich an einer europäischen Gesellschaft beteiligen zu können“, fordert Petra Kammerevert

Das Stichwort ‚Mobilität‘ steht an prominenter Stelle im Programm des Gipfels. Die EU-Kommission möchte auf den positiven Erfahrungen des Programms Erasmus+ und des Europäischen Solidaritätskorps aufbauen. „Grundsätzlich finde ich es fragwürdig, wenn die Kommission das Solidaritätskorps bereits als Erfolg verkauft, obwohl die zugrundeliegende Verordnung noch nicht steht und sich die Teilnehmerzahlen in Grenzen halten. Das Ansinnen der Kommission, Mobilität zu stärken, unterstütze ich jedoch voll und ganz. Hierfür müssen wir im Falle von Erasmus+ die zur Verfügung stehenden Mittel vervielfachen“, so Petra Kammerevert.

Weitere Informationen: Büro Kammerevert +32 228 47554 und Angelika Pentsi +32 473 930 060 (Pressesprecherin)