Michael DETJEN

18.1.2018

Jugendgarantie muss fortgeführt und verbessert werden

17,6 Millionen junge Europäer haben bisher von Initiative profitiert

Gute Ansätze, aber noch Luft nach oben: So bewertet die Europa-SPD die ersten Ergebnisse der Jugendbeschäftigungsinitiative, die vor vier Jahren im Kampf gegen die teils horrende Jugendarbeitslosigkeit gestartet ist und die seither 17,6 Millionen junge Menschen mit Jobs, Praktika oder Ausbildungsplätzen versorgt hat. Das Europaparlament hat am Donnerstag, 18. Januar, eine Zwischenbilanz gezogen.

„Dass wir mit der Jugendgarantie Millionen jungen Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt geben konnten, ist für die Teilnehmer wie auch für die betroffenen Länder enorm positiv“, sagt Michael Detjen, Mitglied im Sozial- und Beschäftigungsausschuss des Europaparlaments. „Wenn junge Menschen, die gerade in ihr Berufsleben starten und sich etwas aufbauen wollen, komplett ausgebremst werden, ist das für jede Gesellschaft Gift. Deshalb war es absolut richtig, dass die EU der Jugendarbeitslosigkeit den Kampf angesagt hat. Nun müssen wir die Jugendgarantie in ein dauerhaftes Programm überführen und im Zuge dessen verbessern“, so Michael Detjen.

Die Initiative richtet sich an Menschen unter 24 Jahren, die keine Arbeit oder keinen Ausbildungsplatz haben und in Regionen mit einer Jugendarbeitslosenquote von über 25 Prozent leben. Ihnen soll - so besagt es die Jugendgarantie als Kernstück der Initiative - innerhalb von vier Monaten nachdem sie arbeitslos geworden sind oder ihre Ausbildung abgeschlossen haben, ein qualitativ hochwertiges Beschäftigungsangebot gemacht werden. Das kann eine Arbeitsstelle, eine Fortbildung, ein Ausbildungsplatz oder ein Praktikum sein. 

„Wir müssen dafür sorgen, dass die Qualität des Angebots angehoben wird. Durch EU-Programme vermittelte Praktika dürfen nicht weiter unbezahlt sein. Deshalb ist die Forderung der Europa-SPD nach Qualitätsstandards so wichtig. Leider hat hier die Union blockiert“, so Michael Detjen.

„Das Programm wurde 2013 als ad-hoc Kriseninstrument geschaffen. Jetzt müssen wir es in ein stabiles Finanzinstrument umwandeln. Darum muss die Finanzierung für die Zeit nach 2020 frühzeitig sichergestellt werden. Bereits jetzt sehen wir, dass die Programme regionale Strukturen der aktiven Arbeitsmarktpolitik positiv verändern. In Ländern, wo duale Berufsausbildung bisher ein unbekanntes Blatt war, wurden regionale Netzwerke von Unternehmen, Arbeitsvermittlungsbehörden und Schulen aufgebaut. Auf diesen Erfolgsgeschichten müssen wir aufbauen“, fordert Michael Detjen.

Weitere Informationen: Büro Michael Detjen +32 228 47782 oder +32 497 88 84 30 und Angelika Pentsi +32 473 930 060 (Pressesprecherin)